Musik
stellt eine Oase im Alltag dar. Wer ein Instrument spielt, singt oder
tanzt, der kann aus unserer technisierten Welt immer wieder Urlaub in
das Reich der Sinne und Klänge unternehmen.
Dieser Weg beginnt im
Kindesalter - ganz spielerisch und ohne Zwang.
Musik = Spiel mit allen SinnenKinder
sind von Musik
fasziniert und haben eine angeborene Fähigkeit zum Singen und zum
rhythmischen Bewegen. Genau hier setzt der Musikgarten an und
fördert
die ganze Persönlichkeit der Kinder. Es gibt keinerlei
Leistungserwartung und für die Eltern ist es eine gute Gelegenheit, die
oft vergessenen Melodien und Reime ihrer eigenen Kindheit wieder zu
entdecken.
Freude am Singen
Gerade
als Sängerin, die auch um die weitreichenden positiven Effekte des
Singens auf die körperliche und psychische Gesundheit weiß, bin ich
fasziniert von der Aufgabe, Kindern und Eltern Mut zum und Freude am
Singen zu vermitteln, denn die Lust ihre Stimme zu
erheben, haben leider viele Menschen seit einigen Jahrzehnten in
Deutschland verloren.
Deshalb möchte ich in den
Musikgarten-Stunden
dazu beitragen, dass Eltern ermutigt werden - nicht gezwungen! -, ihre
womöglich bisher nur zaghaft eingesetzten Singstimmen wieder aus voller
Kehle erschallen zu lassen - ganz so wie es die Generationen
Ihrer
Eltern/Großeltern und alle vorherigen schon immer getan haben: sie
sangen, weil Singen einfach zum Leben gehörte, weil es ein Bestandteil
des Alltags war.
Singende Eltern
Ich verstehe die Eltern in den
Musikgarten-Stunden nicht nur als Begleitpersonen, ohne die ihre Babys/Kleinkinder
nun mal nicht am Kurs teilnehmen könnten, sondern als persönliche
Nutznießer des Kurses, da sie hier die Möglichkeit - einen Freiraum -
erhalten, gemeinsam zu singen und zu musizieren, und zwar ohne Angst
vor Blamage, denn es geht nicht um Perfektion bzw. hohe Ansprüche an
die Gesangsqualität (Wolfgang Bossinger: "es gibt keine Fehler, sondern
nur Variationen").
Wenn es gelänge, meine eigene
Begeisterung am
Singen durch Vorsingen auf die Eltern zu übertragen, sie zum Mitsingen
zu begeistern und darüber hinaus zu bewirken, dass sie auch außerhalb
der Musikgarten-Stunden gerne und spontan singen, wann immer ihnen
danach zumute ist, wäre ein großes Ziel erreicht, denn nichts animiert
wiederum Kleinkinder so sehr zum Nachahmen ihrer Eltern, wie deren "Singen nach Herzenslust"
"Jedes Kind braucht Musik"
Dorothee Kreusch-Jacob (2006):
"Singen tut
gut!Was Umfragen herausgefunden
haben, können Eltern und
Erzieher/innen jeden Tag beobachten: Kinder singen gerne.
Singen
oder spielen mit der Stimme bedeutet auch, sich selbst zu spüren. Sich
lockern und öffnen - denn Klang braucht Raum. Wir selbst werden zum
Resonanzraum. Die Bronchien dehnen sich aus, Zwerchfell und Kehlkopf
aktivieren sich. Der Atem wird zu Klang. Die stärkere Versorgung des
Körpers mit Sauerstoff, das Zusammenspiel
von Haltung und guter
Körperspannung wirkt sich anregend auf das allgemeine Wohlbefinden aus.
Singen wirkt klärend und ausgleichend auf die Psyche. Wie in einer
psychologischen Studie der Universität Münster festgestellt wurde,
stärkt regelmäßiges Singen sowohl die körperlichen als auch seelischen
Kräfte."